Beatrix E. - Kapstadt

Beatrix E. erweiterte beim Sprachkurs in Kapstadt ihren Horizont


Ende April ging es für mich Richtung Südafrika, genauer gesagt nach Kapstadt an die Good Hope Studies Sprachschule, direkt im Stadtkern Kapstadts gelegen.

Mein vierwöchiger Business English-Sprachkurs war übersichtlich und klar strukturiert. Vormittags habe ich einen ca. vierstündigen Basis English-Kurs besucht, in welchem englische Grammatik, Diskussionsrunden sowie listening comprehensions auf dem Stundenplan standen. Unsere Lehrerin Jenny war nicht nur sehr motiviert, sondern gleichfalls sehr daran interessiert, aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik und Kultur mit uns zu diskutieren. So haben wir unter anderem afrikanische Filme geschaut, Zeitungsartikel analysiert und Exkursionen in Kapstadts Museen unternommen.

Mein Nachmittagsunterricht war für den Business English- Kurs reserviert. Dank glücklicher Umstände besuchte ich eine Business English-Klasse, die lediglich aus mir, einer anderen Studentin aus Brasilien und dem Lehrer bestand. Aufgrund dieser sehr kleinen Klassengröße war der Lernerfolg dieses Kurses enorm. Sehr begeistert war ich von der Art und Weise des Lehrers Zane, Business English zu unterrichten: Wir haben anhand von Rollenspielen, simulierten Telefon-Interviews sowie inszenierten Business Meetings schwierige, business-bezogene Prozesse spielend näher gebracht bekommen, sowie ein reichhaltiges Vokabular erlernt. Dank dieser Herangehensweise habe ich eine sehr fundierte Grundlage für zukünftige Jobs im In- und Ausland erlangen können.

Bezüglich des Kursortes lässt sich sagen, dass Kapstadt per se eine wunderbare Stadt ist, die neben einer atemberaubenden Landschaft eine ebenso reichhaltige Spannbreite an kulturellen Möglichkeiten bietet. Die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen wie beispielsweise die Xhosa, Zulu oder die afrikaans-sprechenden weißen Kapstädter machen die Stadt zu einem sehr vielfältigen und faszinierenden Ort. Die kulturellen Möglichkeiten sowie die unterschiedliche, nicht-europäische Art zu leben, sind ein Erlebnis für sich und eine absolute Erweiterung des eigenen Horizontes.

Ich hatte mich vor meiner Abreise dafür entschieden, mir auf eigene Faust eine Unterkunft zu suchen. Die besten Plattformen für WGs und Zimmer sind die Internetseiten kapstadt.de und gumtree.co.za. Hier kann man innerhalb kürzester Zeit sehr gut eine Unterkunft finden. Für ein Zimmer in einer WG zahlt man in Kapstadt - je nach Viertel - zwischen 2000 und 3500 Rand im Monat.

Neben den sehr guten Englischkursen bot die Good Hope Studies Sprachschule ebenfalls ein vielfältiges Freizeitangebot für die Studenten an. Die Bandbreite des Freizeitangebotes reichte von (Tages-)Ausflügen zu nahe gelegenen Sightseeing-Spots wie beispielsweise zum Kap der Guten Hoffnung, organisierte Fußballturniere über gemeinsame Braai-Abende (Braai ist das südafrikanische Wort für Grillen), bis hin zu Besuchen in Townships.

Ich persönlich habe an einigen Freizeitaktivitäten teilgenommen, die einen sehr großen Eindruck auf mich hinterlassen haben. Zum einen hatte unsere Lehrerin Portia einen Tagesausflug in diverse Schulen in den Townships organisiert. Zuvor hatten wir in Eigeninitiative Süßigkeiten und Spielzeug für die Kiddies gekauft. Und schon kurz darauf ging es los. Mannenberg, Philippi und Khayelitsha waren nur drei von unzähligen Townships, die sich durch Südafrika ziehen. Die Stunden, die ich mit den Kindern in deren Schulen dort verbringen durfte, waren einmalig. Die Offenheit, Neugierde und Fröhlichkeit dieser Kinder hat mich förmlich umgehauen. Kurios die Momente, in denen die Kiddies (alle afrikaans, Zulu oder Xhosa sprechend) meine Haare berührten und bewunderten, weil sie so anders aussahen als ihre eigenen.

Eine weitere faszinierende Freizeitaktivität war der Besuch einer Drumming-Klasse. Zusammen mit unserer Lehrerin Portia lernten wir zwei Stunden lang, wie man die ersten rhythmischen Klänge auf den afrikanischen Drums erzeugen kann. Drumminglehrer Tim brachte uns nicht nur die musikalische Seite des Trommelns näher, sondern auch dessen Bedeutung in der afrikanischen Kultur.

Beim Rückblick auf mein dreimonatiges Programm in Kapstadt bleibt mir nichts anderes zu sagen, als dass mein Aufenthalt eine großartige und wichtige Erfahrung für mich darstellt. Die vielfältigen Freizeitangebote sowie die Hilfsbereitschaft der Sprachschul-Mitarbeiter haben das Programm perfekt abgerundet. Alles in allem ein wirklich vielfältiger, erfahrungsreicher und faszinierender Aufenthalt.

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