Suzan B. - Dublin

Suzan B. (17 J.) hat in Dublin in solch kurzer Zeit noch nie so viele Freundschaften geknüpft

Irland Suzan B. - Dublin
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Zusammen mit einer Freundin hatte ich mich entschieden, an einer zweiwöchigen Schülersprachreise nach Dublin teilzunehmen. Wir freuten uns schon sehr, besonders auch auf unseren ersten Flug ganz alleine! Alles hat gut geklappt und bei unserer Ankunft wurden wir gleich von einer Mitarbeiterin der Sprachschule sehr freundlich begrüßt und unserem Taxifahrer übergeben, der uns direkt bis vor die Haustür unserer Gastfamilien gebracht hat. Wir hatten uns für zwei unterschiedliche Gastfamilien entschieden, was auch im Nachhinein die beste Entscheidung war!

Wir wohnten in Stillorgan, einem wirklich schönen, ruhigen und sicheren Vorort Dublins. Ich wurde sehr herzlich und offen empfangen und fühlte mich gleich wohl in meiner Familie. Allerdings war ich doch etwas überrascht, als ich die anderen vier Gastschüler, die ebenfalls in der Familie wohnten, gesehen habe! Damit habe ich dann doch nicht gerechnet… Ich bekam jedoch trotzdem mein eigenes Zimmer, worüber ich ganz froh war. Insgesamt waren es zwei Italienerinnen, eine Russin, eine Japanerin und ein spanisches Aupair-Mädchen, das sich um die vier Kinder meiner Gasteltern kümmerte (10, 8, 5 und 2 Jahre alt). Alle waren sehr offen und auch das Essen (das erste und auch fast einzige Mal Kartoffeln!) hat sehr lecker geschmeckt.

Am nächsten Morgen ging es dann auch gleich los mit der Schule. Zunächst haben wir, die Neuankömmlinge, einen Einstufungstest abgelegt und wurden entsprechend in unsere Klassen eingeteilt. An der Sprachschule waren wir eine kleine Klasse mit zehn Schülern und haben uns alle auf Anhieb gut verstanden; die Atmosphäre war sehr locker und angenehm.

Nach ersten Begegnungen wartete ein erster kurzer Stadtrundgang auf uns. Mit unseren Betreuern fuhren wir das erste Mal mit der Straßenbahn (luas) in die Innenstadt und erkundeten die verschiedenen Ecken Dublins. Noch nie hatte ich so viele Straßenmusiker, überall mit Blumen geschmückte Straßen und bunte Pubs gesehen! Obwohl sie eine Großstadt ist, hat Dublin auf mich einen sehr gemütlichen, sicheren und idyllischen Eindruck gemacht.

An der Sprachschule waren wir ein bunt gemischter Haufen: Spanier, Italiener, ein Russe, eine Tschechin und wir zwei Deutschen. Gerade diese internationale Zusammensetzung war etwas ganz Besonderes und etwas, das wir aus den gewohnten Englischstunden in der Schule nicht kannten.

Die Vormittage waren gefüllt mit jeweils drei Unterrichtsstunden: Zwei Stunden grammar, speaking, reading und skills und eine dritte Stunde Irish culture. Die Arbeitsatmosphäre war die ganze Zeit über gut. Man brauchte keine Angst zu haben, Fehler zu machen, denn auch die anderen konnten die Sprache nicht perfekt! Nach dem Unterricht gab es eine Mittagspause, in der viele in der Kantine und wir anderen gemütlich zusammen mit den neuen Freunden unser Lunchpaket gegessen haben.

Für die Nachmittage waren abwechselnd Ausflüge in die Umgebung und Aktivitäten in der Schule organisiert. Die Halbtagesausflüge waren sehr abwechslungsreich und interessant und auch an den Abenden wurde es durch gemeinsame Unternehmungen wie Minigolfspielen oder Bowling nie langweilig.

An den "freien" Abenden haben wir unser eigenes Programm zusammengestellt, weil wir so viel Zeit wie möglich mit unseren neugewonnenen Freunden verbringen wollten. In dieser Hinsicht gaben mir meine Gasteltern alle Freiheiten, ich hatte einen eigenen Schlüssel zum Haus. Des Öfteren bin ich auch einfach zuhause geblieben und habe mit den Kindern gespielt, was ich sehr genossen habe. Besonders beeindruckt war ich neben den überaus höflichen und zuvorkommenden Umgangsformen der Iren von deren großer Gastfreundschaft, die wirklich von Herzen kommt, und der liebevollen Art, was ich alles sehr bei meinen Gasteltern schätzte.

An dem freien Samstag haben wir uns selbst eine Tagestour überlegt und sind auf eigene Faust ans Meer gefahren. Die zweite Woche verlief ganz ähnlich wie die erste. Allerdings kannte man jetzt die anderen schon viel besser und es hatten sich Gruppen aus den Schülern gebildet, die sich am besten verstanden. Das war ein sehr schönes Gefühl, denn man hat gemerkt, wie sehr man zusammenwächst! Gerade hatten wir uns so richtig eingelebt und schon waren wir leider am letzten Schultag angelangt!

Nach einer Abschiedsfeier in der Schule und der Übergabe der Zertifikate hieß es schon bei den ersten, Abschied zu nehmen. Alle hatten die Hoffnung auf ein Wiedersehen und wir versprachen uns, auf jeden Fall in Kontakt zu bleiben (was sich bis heute gehalten hat!). Auch der Abschied von meiner Gastfamilie ist mir überaus schwer gefallen… Sie haben mir angeboten, sie zu besuchen, wann ich wollte, und auch meine Eltern mitzubringen und ich denke, dass ich dieses Angebot auf jeden Fall annehmen werde und kann es kaum erwarten, sie wiederzusehen! Pünktlich wurden wir wir von unserem Taxi abgeholt. Am Flughafen wartete schon ein Mitarbeiter der Organisation auf uns, der uns beim Einchecken geholfen und uns bis an den Sicherheitscheck gebracht hat.

Fazit: Es war von Anfang bis Ende eine super organisierte Reise, wir konnten uns bei allem auf die Carl Duisberg Centren verlassen! Das Infomaterial vor Beginn der Reise war sehr gut, die Auswahl der Gastfamilien ist toll, auch die Organisation in der Schule war einwandfrei! Alle Angaben und besonderen Wünsche wurden berücksichtigt, sodass ich mich wirklich wohlfühlte und meine Vorstellungen sogar übertroffen wurden!

Ich bin sehr froh, dass meine Eltern mir diese Reise ermöglicht haben! Noch nie habe ich in solch einer kurzen Zeit so viele Menschen kennengelernt, enge Freunschaften  geknüpft, eine fremde Kultur hautnah miterlebt und einmal ganz auf mich gestellt das Leben in einem anderen Land gespürt! Das war eine einmalige, unvergessliche Erfahrung, die mich geprägt hat und an die ich oft und sehr gerne zurückdenke! Ich bin sehr dankbar für diese ganz besondere Chance und würde mich jederzeit wieder genau so entscheiden!

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