Christian B. - Toronto

Christian B. verbrachte drei wundervolle Wochen in Toronto


Im August 2011 durfte ich drei wundervolle Wochen in der kanadischen "Traumstadt" Toronto verbringen, die ich niemals vergessen werde. Aus diesem Grund möchte ich meine Erfahrungen für die Nachwelt festhalten und berichten:

Gastfamilie

Auf meine Gastfamilie war ich sehr gespannt und wurde nicht enttäuscht. Am Flughafen wurde ich von einem netten, von der Schule beauftragten Fahrer abgeholt und zu meiner Gastfamilie gebracht. Ich wurde von Anfang an sehr nett aufgenommen und es gab bis zum Ende keinerlei Probleme, da meine Gasteltern zu jederzeit freundlich, geduldig und hilfsbereit waren. Hierfür ein großes Dankeschön an Maureen und George ;)

Am gleichen Tag kam noch ein Brasilianer in die Gastfamilie. Wir gingen beide zur  ILSC und waren sogar, wie sich später herausstellte, in den gleichen Klassen. So verbrachten wir den Großteil der Zeit gemeinsam und lernten uns sehr gut kennen. (Thank you for three awesome weeks, Fabio!!)

Ich wohnte im idyllischen, bilderbuchreifen Stadtteil "The Beaches". Der Strand des Ontario Sees war nur ca. 10 Minuten Fußweg vom Haus entfernt. Auch die Anbindung mit Bus / Subway / Straßenbahn in die Innenstadt war sehr gut. Man brauchte ca. 45 Minuten nach "Downtown". Auch das Essen war immer lecker. "Typisch nordamerikanisch" gab es fast jeden Tag Mais, was für mich jedoch kein Problem war. Es war trotzdem abwechslungsreich und ich wurde immer satt.

Schule

Die ILSC (International Language School of Canada) ist eine der größten Sprachschulen Kanadas und neben Toronto noch in anderen Städten wie Vancouver oder Montreal vertreten. Sie liegt vollkommen zentral in "Downtown", ca. 10 Minuten Fußweg, an der Subway-Station "St. Patrick".

Am ersten Tag absolvierten alle Neuankömmlinge einen Einstufungstest, der aus Writing, Grammatik und Interview bestand. Hier wurde festgelegt, welches Niveau man hat und dementsprechend wurden die Klassen aufgeteilt. Eine sehr gute Maßnahme, da so alle Schüler der Klasse ungefähr das gleiche Sprachniveau hatten und sich sehr gut verständigen konnten.

Morgens (von 9-12 h) hatte ich "Communication" und hatte hier einen jungen, lustigen Lehrer (Thanks Kent!!!) und eine nette Klasse erwischt. In anregenden Diskussionsrunden wurde über allgemeine und aktuelle Themen diskutiert und viel gelacht. Nachmittags (13-14.30 h) hatte ich Grammatik gewählt und habe in den 3 Wochen sehr viel gelernt, auch wenn die Klassenführung der Lehrerin nicht ganz so enthusiastisch war.

In der Schule standen ausreichend Computer zur Verfügung, die kostenlos benutzt werden durften. Mein Klassenraum war im 13. Stock und wir hatten einen netten Blick über die Stadt.

Ausflüge / Freizeitangebote

Kommen wir zu den Dingen, die wahrscheinlich am meisten interessieren ;). Nachmittags (ab 16 Uhr) wurden von der Schule täglich kleine Ausflüge organisiert. Ich habe "nur" den Besuch des CN Towers mitgemacht, da wir sonst in kleineren Gruppen mit Klassenkameraden die Stadt auf eigene Faust erkundet haben. Neben dem CN Tower sind hier vor allem die "Toronto Islands" (von hier hat man einen atemberaubenden Blick auf die Skyline) zu empfehlen. Doch auch dem "Eaton Centre" (große Mall u. a. mit Hollister, Abercrombie, Victoria’s Secret), dem "Historic Distillery District", "High Park" oder "Woodbine Beach" sollte auf jeden Fall ein Besuch abgestattet werden.

Einfach nur durch "Downtown" oder die verschiedensten Stadtteile (Korea Town, China Town, Harbourfront) zu laufen, ist zudem sehr interessant. Ein Muss für uns Europäer ist natürlich auch ein Besuch beim Baseball im Rogers Centre. Insgesamt ist Toronto eine sehr schöne, facettenreiche und vor allem sehr saubere Großstadt. Jeder kommt hier auf seine Kosten. Neben den neuen, imponierenden Wolkenkratzern aus Glas sind in Toronto auch idyllische Vororte, ältere Gebäude oder ein Schloss (Casa Loma) zu finden.

An den Wochenenden wurden größere Ausflüge außerhalb Torontos angeboten. Hierzu zählten die Niagarafälle, Canada's Wonderland, 3-Day-New York City Tour oder 4-Day-French Canada Tour (Montreal, Ottawa, Quebec). Ich selbst war "nur" an den beeindruckenden Niagarafällen, kann aber von Erzählungen der Mitschüler auch die anderen Ausflüge (v. a. NYC) empfehlen, mir fehlte jedoch hierfür die Zeit.

Mitschüler

Ohne zu übertreiben, kann ich sagen, dass zu meiner Zeit ungefähr jeder dritte Schüler der Schule aus Brasilien kam. Auch die anderen südamerikanischen Staaten und der ostasiatische Raum (Korea, Japan) waren zahlreich vertreten. Für mich war es optimal, da ich in den 3 Wochen nur 2 Deutsche und 3 Schweizer getroffen habe. So war ich gezwungen, Englisch zu sprechen, und kam nicht in Versuchung, ins Deutsche zu verfallen. An der Schule selbst herrschte "English Only", was auch von den Lehrern kontrolliert und bei Nichtbeachtung bestraft wurde.

Während der drei Wochen hatte sich mit mir eine kleine, enge Gruppe gebildet. Wir unternahmen eigentlich alle Aktivitäten gemeinsam. Da wir aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Korea, Brasilien, Venezuela kamen, war es für mich sehr interessant, die verschiedenen Länder und Kulturen kennen zu lernen. Ich möchte die stundenlangen Unterhaltungen / Diskussionen / Ländervergleiche nicht missen. Diese Erfahrung ist unbezahlbar!!

Fazit

Alles in allem hatte ich drei unvergessliche Wochen in einer abwechslungsreichen Stadt. Ich habe viele sympathische Menschen kennen gelernt und hoffe, durch das Internet den Kontakt aufrecht erhalten zu können und evtl. in den nächsten Jahren Länder wie Venezuela, Brasilien oder Korea zu besuchen ;) Natürlich hat die Sprachreise auch ihren eigentlichen Sinn nicht verfehlt und meine "speaking skills" sind stark verbessert. Um wirklich sicher zu werden, sind drei Wochen allerdings viel zu kurz. Ich bin jedoch sicher, dass es nicht mein letzter Besuch in Toronto war. I’ll be back soon!!

Christian B., Ratingen

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