Johanna S. - Leatherhead

Johanna S. (16 J.) berichtet über ihre vier Wochen in St. John's in Leatherhead

Großbritannien Johanna S. - Leatherhead
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Eine Woche, bevor meine Reise losging, saß ich noch mit gemischten Gefühlen in Deutschland und wusste gar nicht, ob ich nicht lieber zuhause bleiben sollte. Ich hatte Angst, weil ich keine Ahnung hatte, was mich erwartet. All meine Furcht war aber wie weggeflogen, als mich der Mitarbeiter von Thames Valley am Flughafen in Empfang nahm: Sofort wusste ich, hier würde ich mich wohl fühlen.

Die folgenden Tage waren voller Spannung und neuer Dinge, die es kennenzulernen galt: Wer waren meine Mitschüler? Mit wem würde ich mir ein Zimmer teilen? Wo war mein Zimmer überhaupt? Wo war alles andere – ich bin noch nie irgendwo gewesen, wo ich so sicher war, auf dem Weg zum Frühstück verloren zu gehen, so groß ist die Schule mit ihren vielen wunderschönen alten Gebäuden.

Doch bald trat Routine ein: Nach dem Frühstück hatten wir Unterricht. Dabei war der Unterricht ganz anders, als ich es von meiner Schule in Deutschland kenne: In der ersten Unterrichtseinheit besprachen wir immer in einer Gruppe von 12 Schülern verschiedene Themen und erarbeiteten diese durch Spiele. So bereiteten wir uns für unseren Test am Ende des Kurses vor. Für diesen mussten wir auch ein eigenes Thema vorbereiten. Dies taten wir in der zweiten Unterrichtseinheit.

Das Essen hat mir geschmeckt: Morgens konnte man sogar ein typisch englisches Frühstück essen, mittags und abends hatte man immer die Auswahl zwischen zwei Fleischarten, einem vegetarischen Gericht sowie einem veganen. Dazu gab es immer frisches Obst und Nachtisch. Das Küchenpersonal war super nett und hilfsbereit.

Nachmittags konnten wir Sport treiben, malen, Theater spielen und vieles mehr. Vom Freizeitprogramm haben mir Zumba und Aerobics am besten gefallen. Ich habe fast jeden Tag Tennis oder Badminton gespielt. Toll fand ich es auch, wenn wir typisch englische Sportarten wie Cricket gespielt haben. Dabei begleiteten uns stets unsere „English school friends“, englische Schüler aus der Umgebung, die ihre Zeit mit uns verbrachten und uns dazu anregten, auch außerhalb des Unterrichtes immer gutes Englisch zu sprechen. Dabei waren sie nicht nur als eine Art „Lehrer“ da, sondern als richtige Freunde.

Einmal in der Woche fuhren wir nachmittags nach London und einmal wöchentlich machten wir einen Ganztagsausflug, z. B. nach Cambridge oder Brighton. Diese Ausflüge wurden im Unterricht vor- bzw. nachbereitet, so dass wir uns nie langweilten, denn auch während der Ausflüge galt es, Fragen zu beantworten und Aufgaben zu lösen. In meinen vier Wochen habe ich insgesamt an 8 Ausflügen teilgenommen: 5 gingen nach London und je einer nach Cambridge, Canterbury und nach Brighton.

Abends traten wir in vier Gruppen aufgeteilt in verschiedenen „ Disziplinen“ gegeneinander an, wie z. B. bei verschiedenen Sportabenden, olympischen Spielen, einer Modenschau... Besonders gefallen hat mir die „International Night“: Dabei mussten alle Schüler aus einem Land gemeinsam etwas für ihr Land Typisches präsentieren.

Generell war es eine sehr wertvolle Erfahrung für mich, all diese Leute aus völlig verschiedenen Ländern und Kulturen kennenzulernen: Obwohl wir so unterschiedlich waren, waren alle super nett, offen und voller Drang, etwas über die Sitten und Bräuche aus anderen Ländern zu erfahren. Auch wenn es für mich eine anstrengende Zeit war (ich bin abends ins Bett „gefallen“ und musste mich an manchem Morgen aus den Laken zwingen) kann ich mit aller Überzeugung sagen, dass diese Erfahrung zu den besten zählt, die ich je gemacht habe. Ich lernte nicht nur viel besser Englisch, sondern auch Land und Leute näher kennen.

Mein Tipp: Man sollte sich einfach auf die neuen Erlebnisse einlassen und jeden Tag genießen. Die ganze Sprachreise war ein tolles Erlebnis: Ich habe jeden Tag lustige und schöne Erlebnisse gehabt. Vor allem war die Erfahrung mit den vielen internationalen Jugendlichen eine echte Bereicherung: Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal Freunde in der Ukraine, in Spanien und in Indien haben werde. Alle Beteiligten - Schüler wie Lehrer und Betreuer - waren unglaublich nett und der Hauptgrund dafür, dass ich so schöne Erinnerungen an meine Zeit in Leatherhead habe.

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